Gutachtenerstellung Dr. med. Jakobeit
Gutachtenerstellung Dr. med. Jakobeit

Parkinsonsche Krankheit

Morbus Parkinson ist eine neurologische Erkrankung mit zunehmendem Verlust dopaminproduzierender Gehirnzellen und daraus folgenden zentralen Bewegungsstörungen. Diese werden mit der Symptomentrias "Akinese, Rigor und Tremor" umfassend beschrieben. Die Bewegungsstarre sehen die Angehörigen relativ spät, weil der Prozeß langsam beginnt. Die Muskeltonuserhöhung, Rigor genannt, ist für den Fachmann ein ganz typisches Phänomen, das er beim Durchbewegen von Beinen und Armen des Patenten fühlen kann. Das auffälligste Symptom ist das Zittern, Tremor genannt, das zwar die Umwelt als mitunter sehr störend empfindet, für den Patienten jedoch das geringste Problem darstellt, da es bei zielgerichteten Bewegungen fast immer sistiert.

Die Behandlung der Erkrankung ist in den Anfangsjahren medikamentös mit gutem Erfolg möglich. Im weiteren Verlauf treten aber Wirkungsverluste, Überbewegungen und nicht selten internistische Begleiterkrankungen auf. Leider kommt es in einem Teil der Fälle auch zu einem dementiellen Abbau (Demenz bei Morbus Parkinson). Demenz und Depression sind die wichtigsten psychiatrischen Begleiterkrankungen des Morbus Parkinson. Depressive Symptome können sogar den eigentlichen Bewegungsströungen um Monate und Jahre voraus gehen. Der Neurologe und der Psychiater sind bei diesem Krankheitsbild deshalb besonders zu gemeinsamen diagnostischen und therapeutischen Handeln aufgerufen.

Antiparkinsonmedikamente (L-Dopa, Dopaminagonisten) können ihrerseits psychische Nebenwirkungen, wie optische Halluzinationen, Unruhe und Wahn auslösen. Andererseits verschlechtern konventionelle Neuroleptika aber wiederum die Parkinsonsymptomatik. Daraus ergibt sich, daß nur viel Erfahrung im Umgang mit dieser Erkrankung bei ihrer Behandlung größtmögliche Sicherheit schafft. Selbstredend gehört zur Behandlung immer auch eine physiotherpeutische Begleitung.

 

Ein dem primären Morbus Parkinson oft verblüffend ähnliches Störungsbild ist das Extrapyramidal-Motorische Syndrom (Parkinsonoid) nach unterschiedlich langer Einnahme von, den Dopaminstoffwechsel beeinflussenden Medikamenten. Das roboterhafte Gangbild vieler Patienten in psychiatrischen Kliniken war früher ein klarer Hinweis auf die Einnahme von Neuroleptika. Heute sind erfreulicherweise besser verträgliche Substanzen im Einsatz. Trotzdem sind motorische Störungen im Zusammenhang mit Medikamenteneinnahme auch heute keine Seltenheit.    

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