Gutachtenerstellung Dr. med. Jakobeit
Gutachtenerstellung Dr. med. Jakobeit

 

In eigener Sache:

Praxisschließung zum 01.07.2020

 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

 

da bekanntlich alles seine Zeit hat, ist es wichtig, den rechten Zeitpunkt für den Abschluss einer Sache, auch einer Herzenssache, nicht zu verpassen.

Nach mehr als 25 Jahren ärztlicher Tätigkeit, davon 10 Jahre in eigener Praxis, möchte ich mich zum 1.7.2020 aus der Patientenversorgung aus Altersgründen zurückziehen und meine Praxis schließen. Auch wenn dieser Schritt erst zum Ende dieses Jahres, nach Erreichen meines Rentenalters, geplant gewesen ist, zwingt mich die Pandemie und ihre Auswirkungen jetzt zum raschen Handeln. Psychiatrie, wie ich sie verstehe, ist weder mit Schutzmasken, Telefonsprechstunden oder online-Sessions durchführbar. Mein Fach erfordert persönlichen Kontakt, Wahrnehmung des Gegenübers in seiner Gesamtpersönlichkeit und ausreichend Zeit ohne technische Manipulation. Aber vielleicht hat auch diese Art der klassischen Psychiatrie ein Verfallsdatum.

 

Wie dem auch sei, ich wünsche Ihnen alles Gute, vor allem natürlich Gesundheit und stets offene Ohren für Ihre Anliegen. Vielen Dank für Ihre jahrelange Treue!

 

 

 

Alle Gutachenuntersuchungen im Auftrag der Amts- und Landgerichte werden weiterhin wie gewohnt bei den Betroffenen zuhause oder in der betreffenden Institution (Alten- oder Behindertenheim, JVA, Asylbewerberheim) stattfinden. Ich werde die mir möglichen Schutzvorkehrungen (Mundschutz, Einmalhandschuhe, Desinfektion) anwenden. Steht die betroffene Person unter Quarantäne, wird eine tel. Befragung des/der Betroffenen und Exploration einer Bezugsperson erfolgen.

Gutachtenaufträge der Sozialgerichte, Privatgutachten und der Krankenkassen werden nicht mehr angenommen.

 

Herzlich willkommen auf unseren Internetseiten

Dr. Jakobeit

Schlagwort: Demenz

Stichtwort Demenz
Bemerkungen zur Rationalität von Diagnostik, Behandlung und Betreuung.
Stichwort Demenz.pdf
PDF-Dokument [139.4 KB]

Was macht eigentlich den Unterschied zwischen Psychiater, Neurologe, Psychologe, Arzt für Psychotherapeutische Medizin und Psychotherapeut aus?

Selbst Fachleute, von denen man annehmen müssten, daß sie es wissen sollten, habe oftmals keinen Durchblick.

 

Im Fernsehen wird von einem "Psychologen" geredet, der bei Gericht die Schuldfähigkeit eines Straftäters beurteilen würde. Doch wie aus dem Bilduntertitel ersichtlich, handelt es sich um einen, von Gericht bestellten sachversändigen Arzt für Psychiatrie, der den Betroffenen gemäß festen Vorgaben des § 20 StGB untersucht.

 

In meiner Praxis werde ich mit der Aussage einer Patientin konfrontiert, daß sie schon länger von Freunden aufgefordert worden sei, zum "Psychologen" zur gehen. Sie sei immer so unzufrieden und unglücklich. Ziemlich verunsichert muß sie zur Kenntnis nehmen, daß sie in einer Arztpraxis gelandet ist, die auf psychische Erkrankungen spezialisiert ist und keine fernöstliche Entspannungsmethode oder andere life-style-Hilden anbietet.

 

Eine Verwandte erklärt mir, daß ihre Tochter jetzt doch zum "Neurologen" gegangen sei, nachdem sie monatelang unter Schlafstörungen leide und sogar von Stimmenhören nicht anwesender Personen gesprochen habe.....

 

Ein 65 Jähriger wird vom Hausarzt mit der Diagnose "Verdacht auf Demenz" in meine Praxis überwiesen. Kurioserweise steht unter der Ruprik Fachgebiet "Psychotherapie".

 

Die Aufzählung von Mißverständnissen und Vorurteilen dieser Art könnte Seiten füllten.

Hier der Überblick  

 

Psychiater/Psychiaterin (Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie)

Dabei handelt es sich um einen ganz normalen Arzt, der ein mindestens 12 semestriges Medizinstudium, in der Regel an einer inländischen Universität einschließlich verschiedener Praktikumsphasen an Krankenhäusern absolviert und anschließend eine mindestens 5 jährige Weiterbildungszeit mit einer Facharztprüfung vor einem Prüfungsausschuß seiner zuständigen Ärztekammer bestanden hat.

Er verfügt über eine Approbation, d.h. die von einem Regierungspräsidium erteilte Erlaubnis zur Ausübung des Heilberufes als Arzt. Er kann in Fachkliniken und als niedergelassener Arzt tätig sein. Als letzteres ist er, sofern er eine Kassenarztzulassung in einem bestimmten Kassenbezirk hat, für gesetzlich versicherte Patienten/innen tätig.

Er behandelt Krankheiten und Störungen, die im weitesten Sinne das Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Verhalten des Menschen beeinträchtigen. Beispiele sind: Z. n. Schädelhirntrauma, frühkindliche Hirnschädigungen, Suchterkrankungen, Demenzerkrankungen, hirnorganisch bedingte Verwirrtheitszustände, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Sexualstörungen, Stimmungserkrankungen (Depressionen, Manien, bipolare Störungen), neurotische Störungen. Die Liste ließe sich um viele Begriffe erweitern.

Er verschreibt Medikamente! Seine Behandlung ist also primär biologisch orientiert!!!!

Aber er führt auch regelmäßige Gesprächsbehandlungen durch und kann Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Verordnungen von Soziotherapie, Physiotherapie, Psychotherapie, Ergotherapie und Krankenpflege ausstellen. Zudem kann er Krankenhausbehandlungen indizieren und einweisen, Rehaanträge gutachterlich unterstützen und Bescheinigungen für Ämter ausstellen.

Psychologe/in 



Ist jemand, der Psychologie studiert und die Abschlußprüfung (früher Diplomprüfung, heute Bachelor oder Master) bestanden hat.

Ein Psychologe ist kein Arzt. Er darf niemanden behandeln, da er nach seinem Studium keine Approbation erteilt bekommt. Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. Sie beschreibt und erklärt das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen und Bedingungen. Da Empirie nicht alle psychologischen Phänomene erfasst, haben auch die Geisteswissenschaften wesentliche Bedeutung. Psychologie ist als Wissenschaft bereichsübergreifend. Sie lässt sich weder den Naturwissenschaften noch den Sozialwissenschaften oder Geisteswissenschaften allein zuordnen.

Psychologen sind Personen, deren Berufsbild durch die Anwendung psychologischen Wissens charakterisiert ist und die in sehr unterschiedlichen Arbeitsbereichen (Bildungssektor, Beratungsstellen, Werbewirtschaft, Personalwesen, Gesundheitswesen, Jugendämter) eingesetzt werden können.

Nur eine postuniversitäre Psychotherapie-Weiterbildung verleiht dem Psychologen die Qualifikation, Patienten mit neurotischen Störungen (früher im Delegations- heute im Genehmigungsverfahren der Krankenkassen) mit psychotherapeutischen Methoden, also ohne Medikamente oder apparative Verfahren, zu behandeln, sofern er in einer Klinik angestellt oder mit Zulassung im KV-System tätig sein darf.

Facharzt/in für psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Dabei handelt es sich um einen ganz normalen Arzt, der ein mindestens 12 semestriges Medizinstudium, in der Regel an einer inländischen Universität einschließlich verschiedener Praktikumsphasen an Krankenhäusern absolviert und anschließend eine mindestens 5 jährige Weiterbildungszeit mit einer Facharztprüfung vor einem Prüfungsausschuß seiner zuständigen Ärztekammer bestanden hat.

Geschaffen wurde diese Facharztausbildung um dem wachsenden Bedarf an Ärzten in psychosomatischen Kliniken und entsprechenden Abteilungen der Allgemeinkrankenhäusern abzuhelfen. Als Psychiater sehe ich diese Entwicklung allerdings mit großer Skepsis, da leider in den besagten Einrichtungen nicht nur neurotisch, d.h. erlebnisreaktiv Erkrankte, sondern auch Patienten aus meinem Fachgebiet, der Psychiatrie, behandelt werden. Somit entsteht, hoffentlich ungewollt, eine Zweiklassenpsychiatrie, mit Landeskrankenhäuser für die „schweren Fälle“ auf der einen Seite, Psychosomatik für die, die als nicht so krank empfunden werden und bei denen noch was zu machen sei, auf der anderen Seite.

Neurologe/Neurologin

Dabei handelt es sich um einen ganz normalen Arzt, der ein mindestens 12 semestriges Medizinstudium, in der Regel an einer inländischen Universität einschließlich verschiedener Praktikumsphasen an Krankenhäusern absolviert und anschließend eine mindestens 5 jährige Weiterbildungszeit mit einer Facharztprüfung vor einem Prüfungsausschuß seiner zuständigen Ärztekammer bestanden hat.

Er verfügt über eine Approbation, d.h. die von einem Regierungspräsidium erteilte Erlaubnis zur Ausübung des Heilberufes als Arzt. Er kann in Fachkliniken und als niedergelassener Arzt tätig sein. Als letzteres ist er, sofern er eine Kassenarztzulassung in einem bestimmten Kassenbezirk hat, für gesetzlich versicherte Patienten/innen tätig.

Er behandelt Krankheiten des zentralen und peripheren Nervensystems, sowie Muskelkrankheiten. Moderne Neurologie ist ohne apparative Diagnostik heute nicht mehr vorstellbar. Zwar spielen Reflexhammer und diverse Untersuchungsinstrumente noch immer eine wichtige, doch Elektrophysiologie (EMG; EEG, NLG-Messung), Ultraschall, CT und MRT eine immer größere Rolle.

Typische Krankheitsbilder seines Faches sind: Hirninfarkte und deren Folgen, Hirnblutungen, Tumorleiden des ZNS, Muliple Sklerose, Epilepsie, Bewegungsstörungen, Muskeldystrophien, Parkinsonsche Krankheit, Polyneuropathien, Schädelhirnverletzungen, um nur einige zu nennen.

Psychotherapeut/in

Durch das am 01.01.1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz wurde nach fast 20 jähriger Vorlaufzeit der Beruf des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten als selbstständiger akademischer Heilberuf neu geregelt. Die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ ist seither geschützt. Die Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen und die Berechtigung zur Berufstätigkeit wird mit der Approbation ausgesprochen. Weiterhin sind nur drei Verfahren im KV-System für privat krankenversicherte Patienten verfügbar: Analytische Psychotherapie, tiefenpsychologische Psychotherapie und Verhaltenstherapie.

Mittel der Behandlung sind nichtmedizinische Verfahren, hauptsächlich regelmäßige, oft hochfrequente Gespräche über einen längeren Zeitraum (Monate, Jahre). Wie diese Gespräche gestaltet werden, ist ein weites Feld, das nicht pauschal, trotz Vorgabe des Psychotherapieverfahrens, erklärt werden kann.

Was wird behandelt: Im Prinzip nützt Psychotherapie nur therapiewilligen, motivierten und prinzipiell einsichtsfähigen Patienten mit Leidensdruck und zumindest teilweiser Krankheits-, bzw. Störungseinsicht. In Frage kommen somit die klassischen Fälle, von denen schon Sigmund Freud berichtet hat: Neurosen, wie Angst-, Zwangs- und Beziehungsstörungen, Traumafolgen, Lebenskrisen, Trauerreaktionen.

Krankheiten, denen organische Hirnschäden zugrunde liegen, also Demenzen, Schizophrenien, organische Persönlichkeitsstörungen und bipolare affektive Störungen sind mit Psychotherapie nicht, oder nicht alleine therapeutisch erreichbar.

 

 

Kontakt und Terminver-einbarung

Aktuelles

Kommentar

Sie sind der 300.000 und

Besucher unserer homepage

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Privatärztliche Psychiatriepraxis Dr. Jakobeit

Diese Homepage wurde mit 1&1 IONOS MyWebsite erstellt.